Elf Wege, kaum zwei gleich. Jede Station ist mit mindestens zwei Quellen belegt; was wir nicht doppelt bestätigen konnten, haben wir weggelassen.
Lennard Kämna
Deutschland, *1996 in Wedel
Vom Dorf bei Bremen über die Sportschule Cottbus
Wuchs in Fischerhude bei Bremen auf und fuhr für die RRG Bremen.
Wechselte als Jugendlicher an die Lausitzer Sportschule nach Cottbus und fuhr für den RSC Cottbus. (Wikipedia: ab 13 Jahren; Lausitzer Rundschau: 2011–2014.)
2014 Junioren-Weltmeister und -Europameister im Einzelzeitfahren.
2015–2016 Team Stölting (U23), danach Profi bei Sunweb.
Was Eltern daraus lernen können: Für Familien aus dem Norden das naheliegendste Beispiel: Wo es vor Ort keine Strukturen gab, war das Internat der Schritt.
Quellen: Wikipedia · Weser-Kurier · Lausitzer Rundschau
Florian Lipowitz
Deutschland, *2000
Vom Biathlon aufs Rad
Trainierte als Biathlet und besuchte das Skigymnasium Stams in Tirol.
Verletzungen, unter anderem ein Kreuzbandriss, brachten ihn zum Radtraining.
Nach einem Leistungstest bei Bora-hansgrohe kam er zum Tirol KTM Cycling Team, später zu Bora-hansgrohe.
2025 wurde er Dritter der Tour de France.
Was Eltern daraus lernen können: Ein Umstieg aus einem anderen Ausdauersport ist möglich, auch spät. Ein Leistungstest kann Türen öffnen.
Quellen: Wikipedia · Team-Porträt · radsport-news · DW
Jonas Rutsch
Deutschland, *1998 in Erbach
Über Mountainbike und Cross zur Straße
Begann mit zehn Jahren, zuerst auf dem Mountainbike und im Querfeldein.
Wechselte mit etwa 13/14 auf die Straße.
Fuhr 2017–2019 für das deutsche Continental-Team Lotto–Kern Haus.
2020 Wechsel zu EF Education First in die WorldTour.
Was Eltern daraus lernen können: Der klassische deutsche Weg über Verein, Gelände und ein heimisches Continental-Team.
Quellen: Wikipedia · Cyclingnews · radsport-news
Marco Brenner
Deutschland, *2002 in Augsburg
Frühes Talent, U23 übersprungen
Fuhr 2019 und 2020 für das Team Auto Eder Bayern, das U19-Team von Bora-hansgrohe.
2019 Bronze im Einzelzeitfahren der Junioren-WM.
Unterschrieb mit 17 bei Sunweb und wurde 2021 mit 18 Profi.
Was Eltern daraus lernen können: Sehr frühe Profiverträge gibt es, aber sie sind die Ausnahme. Das U19-Team war hier das Sprungbrett.
Quellen: Wikipedia · Cyclingnews · cyclingmagazine
Georg Steinhauser
Deutschland, *2001
Vom Mountainbike über Österreich
Begann als Mountainbiker beim SC Scheidegg, 2015 Wechsel zur Rad-Union Wangen.
2020–2021 beim Tirol KTM Cycling Team in Österreich.
2022 Profi bei EF Education; machte nebenher eine Ausbildung zum Metallbauer.
Sohn des früheren Profis Tobias Steinhauser.
Was Eltern daraus lernen können: Ausbildung und Profisport schließen sich nicht aus. Tirol KTM war wie bei Lipowitz die Brücke.
Quellen: Wikipedia · Cycling Weekly
Remco Evenepoel
Belgien, *2000
Vom Fußball zum Weltmeister
Spielte als Jugendlicher Fußball bei Anderlecht und PSV Eindhoven, auch in belgischen Jugend-Nationalteams.
Fuhr sein erstes Radrennen erst 2017 mit 17.
Dominierte 2018 das Juniorenjahr und ließ die U23 aus.
2019 Profi bei Deceuninck–Quick-Step.
Was Eltern daraus lernen können: Ein später Start ist kein Hindernis, wenn der Motor da ist. Radbeherrschung lässt sich nachholen.
Quellen: Wikipedia · Cycling Weekly
Tadej Pogačar
Slowenien, *1998
Ein Verein, ein Mentor
Kam mit neun Jahren zum Verein Rog Ljubljana, dem älteren Bruder nach.
Andrej Hauptman wurde früh auf ihn aufmerksam und betreute ihn später bei Rog–Ljubljana.
2018 gewann er mit dem slowenischen Nationalteam die Tour de l'Avenir.
2019 Profi bei UAE Team Emirates.
Was Eltern daraus lernen können: Ein guter Verein mit einem Trainer, der langfristig denkt, kann der ganze Weg sein.
Quellen: Wikipedia · Cyclist · Olympics.com
Primož Roglič
Slowenien, *1989
Erst Skispringer, dann Radprofi mit Mitte 20
War Skispringer; 2007 schwerer Sturz in Planica.
Beendete das Skispringen und begann erst danach mit dem Radsport.
2013 erstes Team: Adria Mobil (Continental).
2016 Wechsel zu LottoNL–Jumbo in die WorldTour.
Was Eltern daraus lernen können: Der beste Beleg gegen den Satz „Dafür ist es zu spät“.
Quellen: Wikipedia · UCI · Olympics.com
Mathieu van der Poel
Niederlande, *1995
Familie und Querfeldein
Junioren-Weltmeister im Querfeldein 2012 und 2013, 2013 auch auf der Straße.
Wurde 2014 Profi beim Cross-Team BKCP–Powerplus.
Sohn von Adri van der Poel, Enkel von Raymond Poulidor.
Was Eltern daraus lernen können: Querfeldein als Schule für Technik und Härte, auch für spätere Straßenstars.
Quellen: Wikipedia · Cyclocross Magazine · Cyclingnews
Tom Pidcock
Großbritannien, *1999 in Leeds
Alle Disziplinen gleichzeitig
Fuhr laut eigener Website mit drei Jahren Rad und mit sieben sein erstes Rennen.
2017 Junioren-Weltmeister im Querfeldein.
Danach Teams Wiggins und Trinity Racing, 2021 Ineos Grenadiers.
Was Eltern daraus lernen können: Straße, Cross und Mountainbike parallel zu fahren, hat ihm nicht geschadet, eher im Gegenteil.
Quellen: Wikipedia · eigene Website · British Cycling
Wout van Aert
Belgien, *1994 in Herentals
Über die Radschule zum Cross-Weltmeister
Machte zuerst Leichtathletik, dann Radschule in Herentals und Jugendteam im Querfeldein.
Querfeldein-Weltmeister 2016, 2017 und 2018.
Trennte sich 2018 von Vérandas Willems–Crelan und fuhr ab 2019 für Jumbo-Visma.
Was Eltern daraus lernen können: Belgische Radschulen und Cross-Jugendteams sind ein strukturierter Einstieg, den es so in Deutschland kaum gibt.
Quellen: Wikipedia · Nieuwsblad · Cyclingnews